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ACP-Therapie bei Arthrose und Sportverletzungen

Kniezentrum Würzburg, Dr. Klug

Was ist die ACP-Therapie?

Die Behandlung mit autologem conditioniertem Plasma (ACP) stellt ein neuartiges Behandlungsverfahren zur Therapie verschleißbedingter Gelenkbeschwerden dar. Seit längerem ist bekannt, dass die im Blut des Menschen enthaltenen Wachstumsfaktoren unterschiedliche Heilungsvorgänge positiv beeinflussen können. Auf dieser Erkenntnis beruht die ACP-Therapie.
Bei den meisten Verletzungen des Bewegungsapparates, der Bänder und Sehnen, aber auch bei Muskelverletzungen oder Sehnenentzündungen kann die Heilung durch ACP unterstützt werden. Auch viele Sportverletzungen der Gelenke selbst können mit ACP effektiver behandelt werden.

 

Wie funktioniert sie?

  1. Blutabnahme aus der Armvene
  2. Trennverfahren zur Gewinnung der körpereigenen Wirkstoffe in konzentrierter       Form
  3. Injektion der körpereigenen Wirkstoffe in die betroffene Region

Eine kleine Menge Blut wird, wie für eine Blutuntersuchung, aus der Armvene entnommen. Durch ein spezielles Trennverfahren wird der Teil des Blutes gewonnen, der körpereigene regenerative und Arthrose hemmende Bestandteile enthält.

Die so gewonnene körpereigene Lösung wird in das betroffene Gelenk injiziert. Dies geschieht mittels einer speziell entwickelten Doppelspritze. Dieses neu entwickelte Doppelkammersystem gewährleistet die sterile Gewinnung und sterile Injektion der Wachstumsfaktoren und bietet so höchstmögliche Sicherheit.

 

Wann wird die ACP-Therapie angewandt?

  • bei leichten bis mittleren Arthrosen und Sehnenschmerzen
  • nach Knorpeloperationen wie Microfracturing
  • nach Operationen an Sehnen wie nach Kreuzband-, Achillessehnen- oder Rotatorenmanschettenverletzungen
  • nach Knorpelschädigungen Grad 1-3 an großen und kleinen Gelenken der Extremitäten und der Wirbelsäule
  • nach frischen Muskelfaserrissen, Meniskus- und Sehnenverletzungen
  • nach frischen Rupturen und Teilrupturen von Bändern wie z.B. am Außenband vom Sprunggelenk
  • bei chronischen Sehnenentzündungen (Tennisellenbogen, Achillessehne, Patellasehne)

 

Wie verläuft der Heilungsprozess?

Der Heilungsprozess eines verletzten Gewebes durchläuft eine komplexe und präzise geregelte Serie von körpereigenen Vorgängen. Eiweiße im Blut sind für diese Regulation zuständig, viele davon werden aus den Blutplättchen, den Thrombozyten, freigesetzt.

Die Thrombozyten befinden sich ständig im menschlichen Blut und werden nach einer Verletzung aktiviert. Sie sind dann in der Lage am Ort der Verletzung Wachstumsfaktoren auszuschütten. Dies ist der Beginn des Heilungsprozesses